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Seit Januar 2024 fällt die Maier Sports GmbH unter das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (kurz: LkSG). Das Gesetz soll die internationale Menschenrechtslage verbessern, indem Unternehmen Verantwortung für ihre Lieferketten und die Umwelt übernehmen sowie Sorgfaltspflichten erfüllen. Zu diesen Sorgfaltspflichten zählt die Durchführung einer Risikoanalyse und ein entsprechendes Risikomanagement.

Unsere Vorgehensweise orientiert sich an den Vorgaben der OECD. Die Grundlage stellt unser Responsible Business Conduct dar, welcher unsere Verantwortung in Geschäftsbeziehungen wiedergibt.

Der nächste Schritt stellt die Risikoanalyse dar, welche im Folgenden detailliert beschrieben wird. Identifizierte potenzielle Risiken werden dann abgewendet, verhindert oder abgemildert durch Handlungen des Unternehmens und der Zulieferer. Die Handlungen müssen außerdem nachverfolgt und kommuniziert werden. Für tatsächliche Schäden muss Wiedergutmachung (Remediation) geleistet werden.

„Die risikobasierte Vorgehensweise stellt für uns eine geeignete Methodik dar, um häufige potenzielle Risiken in unserer Lieferkette frühzeitig zu identifizieren.”

Simone Mayer, Geschäftsführerin Maier Sports GmbH

Risikoanalyse 

Die Bewertung unserer Zulieferer im Hinblick auf ihre Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards ist deshalb zentraler Bestandteil unseres (Human Rights) Due Diligence-Prozesses. Dafür haben wir eine unternehmenseigene Systematik entwickelt, die sich an den Empfehlungen der OECD orientiert, mit dem Ziel potenzielle Menschenrechtsverletzungen in unseren Lieferketten zu identifizieren und zu minimieren.

Unsere Vorgehensweise:

 1. Erfassung des Lieferanten, inklusive Stammdaten, Einkaufsvolumen und unserem Anteil an der Gesamtproduktion des Lieferanten
2. Erste Bewertung der Produktionsländer: basierend auf den Sustainable Development Reports
3. Bewertung der länderspezifischen Produktionsrisiken auf einer Skala von 1 (für sehr gering) bis 5 (sehr hoch).
4. Überprüfung der identifizierten Risikobereiche auf Länderebene bei unseren Lieferanten
5. Ableitung von Maßnahmen bei Feststellung von Risiken auf Lieferantenebene zusammen mit den Lieferanten

Länderbezogene Risikobewertung für Fertigwarenlieferanten der Textilbranche

Die Bewertung potenzieller Risiken auf Länderebene zeigt auf, welche Risiken in unseren Produktionsländern wahrscheinlich sind. Deshalb werden potenzielle Risiken mit einer Bewertung von mindestens 3 weiterverfolgt, indem die Prüfung des potenziellen länderbezogenen Risikos bei allen unseren betroffenen Lieferanten in dem Land durchgeführt wird.

Diagramm, Handlung, Landkarte, Atlas

Schlechte Arbeitsbedingungen entlang der Lieferkette, insbesondere in kleinen und mittelgroßen Fabriken. Illegal beschäftigte syrische Flüchtlinge sind gefährlichen Arbeitsbedingungen ausgesetzt Mangel an Informationen über die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten, insbesondere bei Frauen. 

Einschränkungen bei der Gewerkschaftsbildung, Verletzung der internationalen Standards für Vereinigungsfreiheit und des Rechts auf Kollektivverhandlungen. Hohe Inflation führt zu Unterbezahlung. Besonders Frauen leiden darunter (Gender Pay Gap je nach Quelle bei bis zu 40 Prozent). Korruption kann sich in verschiedenen Formen wie Bestechung, Unterschlagung oder Vetternwirtschaft äußern und Auswirkungen auf die Einhaltung von Vorschriften, Transparenz und faire Geschäftspraktiken haben.


Die chinesische Fertigungsindustrie unterliegt einem schnellen Wandel sowie Arbeitskräftemangel. Die Vereinigungsfreiheit ist gesetzlich eingeschränkt, unabhängige Gewerkschaften sind nicht erlaubt und es besteht kein Recht auf Tarifverhandlungen oder Streiks.  Weitere Arbeitsrechtsprobleme umfassen niedrige Löhne, übermäßige Überstunden, fehlende Sozialversicherung und Probleme für Wanderarbeitende aus ländlichen Gebieten. Die Nutzung von Zeitarbeitskräften und kurzfristigen Arbeitsverträgen nimmt zu. Die erfolgreiche Beilegung von Arbeitskonflikten am Arbeitsplatz ist selten und Arbeitnehmende lösen Arbeitsplatzprobleme häufig, indem sie kündigen und anderswo eine Anstellung suchen.  Die Beschäftigten in der Bekleidungsindustrie sind vorwiegend Frauen, welche meist in schlechter bezahlten Positionen mit geringeren Aufstiegschancen arbeiten. Infolgedessen verdienen chinesische Frauen im Durchschnitt 22 Prozent weniger als Männer.

Nach dem Einsturz des Rana Plaza-Gebäudes 2013 rückten die Sicherheitsstandards in Bangladesch ins Rampenlicht. Diese sind in vielen Fabriken nach wie vor unzureichend, was das Risiko von Arbeitsunfällen, Bränden und Gebäudeeinstürzen erhöht. Die Vereinigungsfreiheit wird nicht ausreichend geschützt, was es schwierig macht, für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne zu kämpfen. Hohe Überstunden und niedrige Löhne sind nach wie vor ein Problem in der Branche. Die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns im Dezember 2023 soll dem entgegenwirken, birgt aber das Risiko, dass die Arbeitskräfte unbezahlte Überstunden machen müssen oder keinen Mindestlohn bezahlt bekommen. Etwa 60 % der Beschäftigten in der Bekleidungsindustrie Bangladeschs sind Frauen. Sie sind oft von Diskriminierung, Belästigung und anderen Formen der Ausbeutung betroffen. Bangladesch rangiert im Rule of Law Index des World Justice Project auf einem niedrigen Platz. Dies deutet auf eine schwache Einhaltung des Rechtsstaats hin, was die Rechtssicherheit und die Durchsetzung von Gesetzen beeinträchtigen kann.

Aufgrund der hohen Nachfrage und des Drucks, große Mengen zu produzieren, werden viele Arbeitende gezwungen, Überstunden zu leisten, die oft unbezahlt bleiben. Informelle Beschäftigungsverhältnisse sind ebenfalls weit verbreitet, insbesondere bei Saison- und Wanderarbeitenden. Arbeitende werden oft davon abgehalten, Gewerkschaften beizutreten, was es schwierig macht, ihre Situation zu verbessern. Die meisten Arbeitskräfte erhalten geringe Löhne, welche nicht den Schätzungen für einen monatlichen Lebensunterhalt entsprechen. In Indien verdienen die männlichen Arbeitskräfte 82 Prozent des gesamten landesweiten Arbeitseinkommens, während Frauen nur 18 Prozent dieses beanspruchen können. Sexuelle Belästigung ist ein großes Problem, das in der Regel nicht gemeldet wird. Die meisten Bekleidungsfabriken haben keine funktionierenden Mechanismen, um sicherzustellen, dass Geschlechterfragen angegangen und behandelt werden.

Das geltende Arbeitsgesetz wird überarbeitet, um Bestimmungen zur Förderung von Tarifverhandlungen und sozialem Dialog aufzunehmen. Übermäßige Überstunden sowie gelegentliche Sonntagsarbeit, insbesondere in der Hochsaison, zählen zu den größten Problemen. Viele Fabriken arbeiten nach einem Akkordsystem, bei dem das Einkommen in hohem Maße von der Produktivität, Fähigkeiten und Überstunden abhängig ist. Die Auswirkungen von Hoch- und Nebensaison haben daher einen großen Einfluss auf die Löhne. Sind Gewerkschaften präsent, wird deren Vorsitzender in der Regel von der Fabrikleitung ernannt, die dazu neigt, Mitglieder aus ihren eigenen Reihen zu ernennen. Obwohl die Beschäftigten in der Bekleidungsindustrie überwiegend Frauen sind, arbeiten diese oft in schlecht bezahlten und wenig einflussreichen Positionen. Daher sind die Gewerkschaftsvorsitzenden meist männlich und die Rechte der Frauen möglicherweise nicht gut vertreten.

Unsere Produktionsstätten

Unter dem folgenden Link finden sich viele Informationen, Einblicke und Bilder aus unseren Produktionsstätten.