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Karwendelgebirge, Namibia, Korsika

Nata - Die Hose für jede Gelegenheit

Im Mai nach Nicaragua, im Juni nach Namibia, im Juli nach Korsika, im  August durch Karwendelgebirge und im September auf Bali. Der Kalender einer Reisejournalistin ist bunt. Für all die Aktivitäten in unterschiedlichen  Klimazonen die geeignete Hose zu finden ist nicht leicht, besonders, wenn man Gazellen-Beine hat, für die jede gängige Hose fünf Zentimeter zu kurz ist.

Monika Neiheisser
Von Monika Neiheisser

Betrachtet man mal die Klimatabelle von Namibia oder Nicaragua, kommen da beim Kofferpacken eigentlich nur kurze Hosen infrage. Denkt man dann wieder an Gestrüpp, das gerne die Beine verkratzt, Sonnenbrand und unliebsames Getier in der Wüste, geht es doch wieder nur mit langen Hosen. So greife ich regelmäßig zur Zipp-Off-Hose, die schnell mal zur Bermuda abgekürzt werden kann, wenn es die Situation zulässt. Das Modell Nata ist zum ständigen Begleiter auf meinen Touren geworden.

Erst kürzlich während meiner Trekking-Tour auf dem legendären Fernwanderweg GR20 auf Korsika hat das Wetter Kapriolen geschlagen. Um den Capitello See zu erreichen, überquerten wir Schneefelder bei eisigem Wind und dichtem Nebel. Weiter ging es im Regen zum Pass Punta Alle Porte. Klar, dass bei solch einer Etappe die Hosenbeine angezippt bleiben. Wind und Kälte hielt die Hose gut ab. Auch dem ersten Nieselregen hielt sie, dank ihrer wasserabweisenden Eigenschaft, ähnlich einer Softshell, stand. Die Regenhose musste ich erst überziehen, als es aus Kübeln goss.

 

Doch noch kurz bevor wir unseren Zeltplatz unweit von Manganu erreichten, schien die Sonne wieder versöhnlich. Wir konnten unsere wasserdichten Füllen ablegen und der Wind blies die Nata im Nu wieder trocken. Zwischendurch habe ich mal kurz auf einen Stein gesetzt, um die Beine ab zu zippen und bin die restliche Etappe bei sonnigen 24 °C Grad durchs Tal gewandert. Besonders schätze ich dabei, dass ich meine Wanderschuhe bei der Verwandlung in die Bermuda, dank des Längsreißverschlusses am Hosenbein, nicht ausziehen muss. Gut bewährt hat sich auch das Polyester-Material während der Touren. Es ist robust, sodass man auch mal auf einem Stein Pause machen kann und atmungsaktiv.

 

Sehr praktisch sind der Gummizug im Bund und der mitgelieferte Gürtel. Dann rutscht die Hose auch nach dem 5. Trekkingtag nicht, wenn schon paar Pfund von den Hüften gewandert sind und die Hose behält ihre gute Passform. Die vorgeformten Knie und das bi-elastische Material geben reichlich Bewegungsfreiheit auch bei steileren Kraxelpartien in den Bergen. Und klar, die extralangen Beine sind das absolute Highlight, das dem endlosen Hosensuchen auch für größere Leute ein Ende setzt. Zugegeben, schicker ist man mit einer kurzen und einer langen Hose im Gepäck unterwegs, da die Wulst am Bein und der seitliche Reißverschluss im abzippbaren Hosenbein entfallen. Doch praktischer als mit T-Zipp geht es unterwegs nun mal nicht.